Anam Cara Network e.V.



Logo_Anam Cara Network

siehe auch www.anamcara-network.de

Die Idee für diesen Verein entstand aus unseren jahrelangen Bemühungen, Verbindungen und Netzwerke zu schaffen, die zu einem bewussten Wachstum und Heilung auf unserem Planeten beitragen würden. Seit vielen Jahren arbeiten wir im Rahmen der alternativen Therapien und versuchen einen aktiven Beitrag dafür zu leisten.

Dabei machten wir immer wieder die Erfahrung, dass wir als einzelne Menschen/Helfer und TherapeutInnen sehr schnell an unseren Grenzen angelangt sind – körperlich, mental, emotional und auch finanziell – und uns dadurch oft hilflos gefühlt haben.
Dennoch haben wir unsere Vision eines achtungsvollen Miteinander von Menschen aller Couleur, Religionen und Kulturen niemals aus den Augen verloren.

Und so entschlossen wir uns, mit unseren Ideen mehr nach Außen zu gehen und diese mit anderen zu kommunizieren.
Immer öfter erhielten wir sehr positive Rückmeldungen und ein „…da würde ich gerne mitmachen…oder dafür würde ich gerne spenden…“

Nachdem wir dann von einem Wichsensteiner Verein (fränkische Schweiz) sehr spontan
€ 1000.- für unser Tanzania-Projekt (siehe unten) erhielten, wurde uns sehr deutlich, dass wir für all unser Engagement einen Rahmen benötigten, der es den Menschen hier erlaubt, sich uns anzuschließen und sich selbst zu engagieren – sowohl aktiv als auch finanziell.

So entstand die Idee zu – sehr abgekürzt – Anam Cara Network e.V.,
ein Verein, der sowohl für viele unterschiedliche Menschen, HelferInnen und TherapeutInnen,
als auch für die unterschiedlichsten Projekten ein Dach bieten kann.
 
Inspiriert und berührt hat uns bei der Namensfindung der aus dem gälischen stammende
Begriff „Anam Cara“ (der Seelenfreund) und die Geschichte vom alten Rabbi (siehe Anhang), die uns daran erinnert,
dass in allem, was wir begegnen, Gott, unsere SeelenfreundIn oder unsere Brüder uns Schwestern zu finden sind…
...diese Sichtweise verändert unser Miteinander hier auf dieser Welt…
Im Sinne von Anam Cara und der Geschichte des alten Rabbi
erkennen wir uns als Brüder, Schwestern, Seelenfreunde,
als gleichberechtigt und liebenswert
und erschaffen Netzwerke – Verbindungen
für eine respektvolle und sich gegenseitig unterstützende Zusammenarbeit in der Welt.



Die bereits bestehenden Anam-Cara-Projekte:
 
 
1.        One World  – globale Brücken bauen
Projekt Tanzania


  Ein Bildungs- und Kulturprojekt
 
Tanzania

Wir laden junge tansanische Menschen ein,

bei und mit uns zu leben, unsere Kultur
und Sprache kennenzulernen,
Netzwerke zwischen Afrika und Europa
aufzubauen …

 
Im August 06 bestiegen wir in Tanzania den Kilimanjaro und lernten  – was auch unser Ziel war – Land und Leute kennen und lieben.
 
Einer unserer tansanischen Bergführer ist Lehrer und Mitarbeiter einer Organisation, die „Streetpeople“ in Moshi betreut.
 
Wir versuchten viel zu erfahren, erleben und zu verstehen.
Nach reiflicher Überlegung  entschlossen wir uns  junge, offene Menschen
zu uns nach Deutschland bzw die fränkische Schweiz einzuladen

 
Unsere Idee  

 
 
-Mit diesen jungen Menschen zu beginnen und ihnen die Chance zu geben, andere Kulturen kennenzulernen, die deutsche und englische Sprache zu  erlernen, die Fertigkeiten für ihr eigenes Business zu verbessern und einen menschlich positiven Kontakt aufzubauen.
 
Wir haben sie ganz offiziell als Au-pairs bzw über ein Sprachvisum für 1 Jahr zu uns eingeladen und versuchen ihnen  sehr vielfältige Erfahrungen zu ermöglichen.
 
 Die Verbesserung der Lebensumstände von Frauen und Mädchen ist uns ein besonderes Anliegen -  hier bedarf es  noch sehr vieler Schritte.

Da die Chance, für unsere "Schützlinge" ein Visa zu erhalten, zur Zeit sehr gering sind,
haben wir uns entschlossen, dieses Projekt vorerst auszusetzen. 



2.        
One World - Netzwerk für Kinder   


Rose Education Center
Moshi / Tanzania


 
Das Rose Education Center ist eine wundervolle Einrichtung, entstanden aus der Eigeninitiative von Roselyne Swai und einer Elterninitiative.


 
„Rose“, selbst als Kind schwer an Polio erkrankt und ausgestoßen, hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht Kindern zu helfen, d.h. ihnen ein zu Hause zu geben und Bildung zu ermöglichen.


 
Ih
r Center beinhaltet Kindergarten, Primary School (1.-7.Klasse) und ein Waisenhaus mit 10 Waisenkindern.
 
Um die Verpflegung zu gewährleisten hat sie einen Garten angelegt und hält Ziegen.
 
Insgesamt betreut sie 120 SchülerInnen und man spürt die Liebe für diese Kinder in jedem Augenblick.
 


Momentan versucht sie aus eigenen Mitteln neue Schulräume zu bauen, um die staatliche Anerkennung zu erhalten.

 
Wir von Anam Cara Network e.V. haben sie im März 2009 besucht,und haben gemeinsam mit Rose beschlossen, ein gemeinsames Projekt zu starten:
  1. Wir unterstützen das "Rose Education Center" beim Aufbau einer neuen Schule und eines Waisenhauses.
  2. Engagierte Bürger übernehmen Patenschaften für tansanische Waisen.
  3. Wir kreieren ein Netzwerk zwischen deutschen und tansanischen Kindern - Brieffreundschaften, Austausch und ....mehr...

 


 
Rose und ihre Kinder sind überglücklich über dieses Freundschaftsprojekt und wir sind der festen Überzeugung,  dass dies auch eine großartige Bereicherung für die Kinder / Familien in Deutschland sein wird.
 
Ob daraus im Laufe der Zeit mehr erwächst, hängt von den Kindern und ihren Familien selbst ab. In erster Linie geht es hier nicht um Geld, sondern um Kontakt, Austausch und Freundschaft.
 
Bei Interesse bitte melden unter:
Anam Cara Network e.V.
Tel.: 09207 – 988651
e-mail: info@anamcara-network.de

Für Ihr Interesse und Mithilfe bedanke ich mich herzlichst

Friederike Klein
Projektleiterin „One World – globale Brücken bauen“



Anhang


Anam Cara

Anam bedeutet “Seele“ und Cara “Freund“.
In der keltischen Kultur wurde jemand, der für einen als Lehrer, Gefährte oder spiritueller Mentor fungierte, Anam Cara genannt. Anam Cara war auch der Mitbruder, mit dem ein Mönch seine Zelle teilte, bei dem er die Beichte ablegte und mit dem er alles besprach, was ihn bewegte.
 
Dem Anam Cara konnte man sein Innerstes, seinen Geist und sein Herz offenbaren. Diese Freundschaft war ein inniger Akt der Anerkennung und der Zu-Wendung. Die Beziehung zum Anam Cara war eine Freundschaft, die sich über alle Grenzen der Konvention, Moral und begriffliche Kategorisierung hinwegsetzte: Man war auf eine urtümliche und ewige Weise mit dem “Freund seiner Seele“ verbunden.
 
Die Seele ist ein göttliches Licht, das in uns und in unseren Anderen hineinfließt. Diese Kunst des Zugehörens erweckte und förderte eine innige, ganz besondere Freundschaft. Der spätrömische Kirchenschriftsteller Johannes Cassianus bezeichnete dieses Freundschaftsband in seinen “Bekenntnissen“ als unauflöslich: “Dieses, sage ich, wird durch keinerlei Zufälle zerbrochen, durch keinerlei zeitliche oder räumliche Trennung gelöst noch zunichte gemacht und dauert selbst über den Tod hinaus“.
 
Für jeden von uns wäre ein Anam Cara, ein Seelenfreund, eine große Bereicherung. Eine solche Liebe schenkt uns das Bewusstsein, verstanden zu werden und zwar so wie wir sind, ohne Masken oder Verstellungen. Die Liebe gewährt dem Verständnis zu erwachen, und Verständnis ist wertvoll. Wo wir uns verstanden wissen, da sind wir zu Hause. Verständnis fördert die Zugehörigkeit. Wenn wir uns wirklich verstanden fühlen, können wir unser Selbst bedenkenlos der Seele unseres Gegenübers anvertrauen.
 
 
Das Geschenk des Rabbi

Kloster
 
Es war einmal ein Kloster, für das schwere Zeiten angebrochen waren.
Einst ein großer Orden, waren alle seine Bruderhäuser verloren gegangen als Folge der Wogen klosterfeindlicher Verfolgung im 17. und 18. Jahrhundert und der Säkularisation im 19. Jahrhundert.
Er war bis zu einem solchen Ausmaß dezimiert worden, dass nur noch fünf Mönche übrig blieben im zerfallenden Mutterhaus: der Abt und vier andere, alle über 70 Jahre alt.

Es war klar, dass dies ein sterbender Orden war.

In den tiefen Wäldern, die das Kloster umgaben, stand eine kleine Hütte, die ein Rabbi von einer nahe gelegenen Stadt gelegentlich als Einsiedelei benutzte.
Durch die vielen Jahre des Gebets und der Kontemplation waren die alten Mönche ein wenig hellsehend geworden, so dass sie es immer wahrnehmen konnten, wenn der Rabbi in seiner Eremitage war.
„Der Rabbi ist im Wald, der Rabbi ist wieder im Wald” , pflegten sie einander zuzuflüstern.
In einer solchen Zeit, als der Abt sich wieder einmal zermarterte über den unabwendbaren Tod seines Ordens, fiel ihm ein, den Rabbi in seiner Eremitage zu besuchen und ihn zu fragen, ob er möglicherweise einen Rat wüsste, wie das Kloster zu retten sei.

Der Rabbi hieß den Abt in seiner Hütte willkommen.
Aber als der Abt den Zweck seines Besuches erklärte, konnte der Rabbi nur mitfühlend ausrufen: „Ich weiß, wie das ist, der Geist hat die Menschen verlassen. Es ist genauso in meiner Stadt. Fast keiner kommt mehr in die Synagoge.”
So weinten der alte Abt und der alte Rabbi zusammen. Dann lasen sie in der Thora und führten in Ruhe tiefe Gespräche.

Die Zeit kam heran, dass der Abt aufbrechen musste. Sie umarmten sich.
„Es war wunderbar, dass wir uns nach all den Jahren begegnen konnten”, sagte der Abt, „aber ich habe noch immer das nicht erreicht, dessentwegen ich hergekommen bin. Gibt es denn gar nichts, das du mir sagen kannst, keinen kleinen Rat, der mir helfen würde, meinen sterbenden Orden zu retten?”
„Nein, es tut mir leid”, erwiderte der Rabbi, „ich habe keinen Rat zu geben.
Das einzige, was ich dir sagen kann, ist, dass der Messias einer von euch ist."

Als der Abt zum Kloster zurückkehrte, versammelten sich seine Brüder um ihn und fragten: „Nun, was sagte der Rabbi?”
„Er konnte nicht helfen”, antwortete der Abt.
„Wir haben nur geweint und zusammen die Thora gelesen. Das einzige, was er sagte, gerade als ich ihn verließ, war, dass der Messias einer von uns sei.
Ich weiß nicht, was er damit meinte.”

In den Tagen, Wochen, Monaten, die folgten, bedachten die alten Mönche die Worte des Rabbi und fragten sich, ob es irgendeine Bestätigung für seine Worte gäbe.


“Der Messias ist einer von uns?
Kann er überhaupt einen von uns Mönchen hier im Kloster gemeint haben?
Wenn das der Fall ist, welchen?
Glaubst du, er meinte den Abt?
Ja, wenn er irgendeinen meinte, war es vermutlich Vater Abt.
Er ist mehr als eine Generation lang unser Führer gewesen.
- Andererseits könnte er Bruder Thomas gemeint haben. Sicherlich ist Bruder Thomas ein heiliger Mensch. Jedermann weiß, dass Thomas ein Mann des Lichts ist.
- Sicherlich konnte er nicht Bruder Elred meinen! Elred ist zeitweise schrullenhaft. Aber wenn man es recht bedenkt, auch wenn er ein Ärgernis für die Leute ist, hat Elred eigentlich immer recht.
Oft sehr recht. Kann sein, der Rabbi meinte wirklich Bruder Elred.
- Aber sicher nicht Bruder Phillip. Phillip ist so passiv, ein rechter Niemand. Aber dann, beinahe rätselhaft, hat er die Gabe, irgendwie immer da zu sein, wenn man ihn braucht. Er erscheint wie durch Zauber an deiner Seite. Vielleicht ist Phillip der Messias.
- Natürlich meinte der Rabbi nicht mich. Er konnte keinesfalls mich meinen. Ich bin nur eine gewöhnliche Person. Aber angenommen, er tat es? Angenommen, ich bin der Messias?
O Gott, nicht ich. Ich könnte nicht so viel für Dich bedeuten, nicht wahr?“

Wie sie in dieser Art überlegten, begannen die alten Mönche einander mit außerordentlichem Respekt zu behandeln, wegen der entfernten Möglichkeit, dass einer von ihnen der Messias sein könnte.
Und auf die noch entferntere Möglichkeit hin, dass jeder der Mönche selbst der Messias sein könnte, begannen sie, sich selbst mit außerordentlichem Respekt zu behandeln.

Weil der Wald, in dem das Kloster lag, so schön war, geschah es noch gelegentlich, dass Leute es besuchten, um auf dem kleinen Rasen zu picknicken, die Wege entlang zu wandern, sogar dann und wann in der baufälligen Klosterkapelle zu meditieren.
Als sie so taten, fühlten sie, ohne sich dessen bewusst zu sein, diese Aura von außerordentlichem Respekt, die nun die fünf alten Mönche zu umgeben begann, die von ihnen auszustrahlen und die Atmosphäre des Ortes zu durchdringen schien.
Es war etwas seltsam Anziehendes, ja sogar Bezwingendes daran.

Kaum wissend warum, kamen sie immer häufiger wieder zu dem Kloster, um zu picknicken, zu spielen, zu beten.
Sie begannen, ihre Freunde mitzubringen, um ihnen diesen besonderen Ort zu zeigen.
Und ihre Freunde brachten deren Freunde mit.

Dann geschah es, daß einige der Jüngeren, die das Kloster besuchten, anfingen, mehr und mehr mit den alten Mönchen zu sprechen.
Nach einiger Zeit fragte einer, ob er sich ihnen anschließen dürfe. Dann ein anderer und noch einer. So wurde das Kloster innerhalb weniger Jahre wieder ein aufstrebender Orden und, dank des Geschenkes des Rabbis, ein lebendiges Zentrum von Licht und Geistigkeit in der Gegend.



celticcross