Die
Idee für diesen
Verein entstand aus unseren jahrelangen
Bemühungen, Verbindungen und Netzwerke zu schaffen, die zu
einem bewussten
Wachstum und Heilung auf unserem Planeten beitragen würden.
Seit vielen Jahren
arbeiten wir im Rahmen der alternativen Therapien und versuchen einen
aktiven
Beitrag dafür zu leisten.
Dabei
machten wir immer wieder
die Erfahrung, dass wir als
einzelne Menschen/Helfer und TherapeutInnen sehr schnell an unseren
Grenzen
angelangt sind – körperlich, mental, emotional und
auch finanziell – und uns
dadurch oft hilflos gefühlt haben.
Dennoch
haben wir unsere
Vision eines achtungsvollen
Miteinander von Menschen aller Couleur, Religionen
und Kulturen niemals aus den
Augen verloren.
Und
so entschlossen wir uns,
mit unseren Ideen mehr nach Außen
zu gehen und diese mit anderen zu kommunizieren.
Immer
öfter erhielten wir sehr
positive Rückmeldungen und ein „…da
würde ich gerne mitmachen…oder
dafür würde
ich gerne spenden…“
Nachdem
wir
dann von einem Wichsensteiner Verein (fränkische
Schweiz) sehr spontan
€
1000.- für unser Tanzania-Projekt (siehe unten)
erhielten,
wurde uns sehr deutlich, dass wir für all unser Engagement
einen Rahmen benötigten,
der es den Menschen hier erlaubt, sich uns anzuschließen und
sich selbst zu
engagieren – sowohl aktiv als auch finanziell.
So
entstand die Idee zu – sehr abgekürzt –
Anam Cara Network e.V.,
ein
Verein, der sowohl für viele unterschiedliche Menschen,
HelferInnen und TherapeutInnen,
als
auch für die unterschiedlichsten Projekten
ein Dach bieten kann.
Inspiriert
und berührt hat uns bei der Namensfindung der aus
dem gälischen stammende
Begriff
„Anam
Cara“ (der Seelenfreund) und die Geschichte
vom alten Rabbi (siehe Anhang), die uns daran erinnert,
dass
in allem, was wir begegnen,
Gott, unsere SeelenfreundIn oder unsere Brüder uns Schwestern
zu finden sind…
...diese
Sichtweise verändert unser
Miteinander hier auf dieser Welt…
Im
Sinne von Anam Cara und der
Geschichte des alten Rabbi
erkennen
wir uns als Brüder, Schwestern, Seelenfreunde,
als
gleichberechtigt
und liebenswert
und
erschaffen Netzwerke – Verbindungen
für
eine respektvolle und sich
gegenseitig unterstützende Zusammenarbeit in der Welt.
Die bereits bestehenden
Anam-Cara-Projekte:
1.
One World – globale
Brücken bauen
Projekt
Tanzania
Ein
Bildungs- und Kulturprojekt
Wir laden junge
tansanische Menschen ein,
bei
und mit uns zu leben, unsere Kultur
und
Sprache kennenzulernen,
Netzwerke
zwischen Afrika und Europa
aufzubauen
…
Im
August 06 bestiegen wir in Tanzania den Kilimanjaro und lernten
– was
auch unser Ziel war – Land und Leute kennen und lieben.
Einer unserer
tansanischen
Bergführer ist Lehrer und Mitarbeiter einer Organisation, die
„Streetpeople“ in Moshi betreut.
Wir versuchten viel zu
erfahren, erleben und zu verstehen.
Nach reiflicher
Überlegung entschlossen wir uns junge, offene Menschen
zu
uns nach Deutschland bzw die fränkische Schweiz einzuladen
Unsere Idee
-
Mit
diesen jungen Menschen zu beginnen und
ihnen die Chance zu geben, andere Kulturen kennenzulernen, die deutsche
und englische Sprache zu erlernen, die Fertigkeiten für ihr
eigenes Business zu verbessern und einen menschlich positiven Kontakt
aufzubauen.
Wir
haben sie ganz offiziell als Au-pairs bzw über ein Sprachvisum
für 1
Jahr zu uns eingeladen und versuchen ihnen sehr
vielfältige
Erfahrungen zu ermöglichen.
Die Verbesserung der
Lebensumstände von Frauen und Mädchen ist uns ein besonderes
Anliegen - hier
bedarf es noch sehr vieler Schritte.
Da die Chance, für unsere "Schützlinge" ein Visa zu erhalten, zur Zeit sehr gering sind,
haben wir uns entschlossen, dieses Projekt vorerst auszusetzen.
2.
One
World - Netzwerk für Kinder
Rose
Education Center
Moshi / Tanzania

Das
Rose Education Center ist eine wundervolle Einrichtung, entstanden aus
der Eigeninitiative von Roselyne Swai und einer Elterninitiative.
„Rose“, selbst als Kind schwer an Polio erkrankt
und ausgestoßen, hat
es sich zur Lebensaufgabe gemacht Kindern zu helfen, d.h. ihnen ein zu
Hause zu geben und Bildung zu ermöglichen.
Ihr Center beinhaltet Kindergarten, Primary School
(1.-7.Klasse) und ein Waisenhaus mit 10 Waisenkindern.
Um die Verpflegung zu gewährleisten hat sie einen Garten
angelegt und hält Ziegen.
Insgesamt betreut sie 120 SchülerInnen und man spürt
die Liebe für diese Kinder in jedem Augenblick.
Momentan versucht sie aus eigenen Mitteln neue Schulräume zu
bauen, um die staatliche Anerkennung zu erhalten.
Wir
von Anam Cara Network e.V. haben sie im März 2009 besucht,und
haben
gemeinsam mit Rose beschlossen, ein gemeinsames Projekt zu starten:
- Wir
unterstützen das "Rose Education Center" beim Aufbau einer
neuen Schule und eines Waisenhauses.
- Engagierte
Bürger übernehmen Patenschaften für
tansanische Waisen.
- Wir kreieren ein
Netzwerk zwischen deutschen und tansanischen Kindern -
Brieffreundschaften, Austausch und ....mehr...
Rose
und ihre Kinder sind überglücklich über
dieses Freundschaftsprojekt und
wir sind der festen Überzeugung, dass dies auch eine
großartige
Bereicherung für die Kinder / Familien in Deutschland sein
wird.
Ob
daraus im Laufe der Zeit mehr erwächst, hängt von den
Kindern und ihren
Familien selbst ab. In erster Linie geht es hier nicht um Geld, sondern
um Kontakt, Austausch und Freundschaft.
Bei Interesse bitte melden unter:
Anam Cara Network e.V.
Tel.: 09207 – 988651
e-mail: info@anamcara-network.de
Für Ihr Interesse und Mithilfe bedanke ich mich herzlichst
Friederike Klein
Projektleiterin „One World – globale
Brücken bauen“
Anhang
Anam
Cara
Anam
bedeutet
“Seele“ und
Cara “Freund“.
In
der keltischen Kultur wurde
jemand, der
für einen als Lehrer, Gefährte oder spiritueller
Mentor fungierte, Anam Cara
genannt. Anam Cara war auch der Mitbruder, mit dem ein Mönch
seine Zelle
teilte, bei dem er die Beichte ablegte und mit dem er alles besprach,
was ihn
bewegte.
Dem
Anam Cara konnte man sein
Innerstes,
seinen Geist und sein Herz offenbaren. Diese Freundschaft war ein
inniger Akt
der Anerkennung und der Zu-Wendung. Die Beziehung zum Anam Cara war
eine
Freundschaft, die sich über alle Grenzen der Konvention, Moral
und begriffliche
Kategorisierung hinwegsetzte: Man war auf eine urtümliche und
ewige Weise mit
dem “Freund seiner Seele“ verbunden.
Die
Seele ist ein
göttliches Licht, das in
uns und in unseren Anderen hineinfließt. Diese Kunst des
Zugehörens erweckte
und förderte eine innige, ganz besondere Freundschaft. Der
spätrömische
Kirchenschriftsteller Johannes Cassianus bezeichnete dieses
Freundschaftsband
in seinen “Bekenntnissen“ als
unauflöslich: “Dieses, sage ich, wird durch
keinerlei Zufälle zerbrochen, durch keinerlei zeitliche oder
räumliche Trennung
gelöst noch zunichte gemacht und dauert selbst über
den Tod hinaus“.
Für
jeden von uns
wäre ein Anam Cara, ein
Seelenfreund, eine große Bereicherung. Eine solche Liebe
schenkt uns das
Bewusstsein, verstanden zu werden und zwar so wie wir sind, ohne Masken
oder
Verstellungen. Die Liebe gewährt dem Verständnis zu
erwachen, und Verständnis
ist wertvoll. Wo wir uns verstanden wissen, da sind wir zu Hause.
Verständnis
fördert die Zugehörigkeit. Wenn wir uns wirklich
verstanden fühlen, können wir
unser Selbst bedenkenlos der Seele unseres Gegenübers
anvertrauen.
Das Geschenk
des Rabbi
Es
war einmal ein Kloster,
für das schwere Zeiten angebrochen waren.
Einst
ein großer Orden, waren alle seine
Bruderhäuser verloren gegangen als
Folge der Wogen klosterfeindlicher Verfolgung im 17. und 18.
Jahrhundert und
der Säkularisation im 19. Jahrhundert.
Er
war bis zu einem solchen Ausmaß dezimiert worden, dass nur
noch fünf Mönche
übrig blieben im zerfallenden Mutterhaus: der Abt und vier
andere, alle
über 70 Jahre alt.
Es
war klar, dass dies ein
sterbender Orden war.
In
den tiefen Wäldern, die das Kloster umgaben, stand eine
kleine Hütte, die
ein Rabbi von einer nahe gelegenen Stadt gelegentlich als Einsiedelei
benutzte.
Durch
die vielen Jahre des Gebets und der Kontemplation waren die alten
Mönche
ein wenig hellsehend geworden, so dass sie es immer wahrnehmen konnten,
wenn
der Rabbi in seiner Eremitage war.
„Der
Rabbi ist im Wald, der Rabbi ist wieder im
Wald” , pflegten sie einander
zuzuflüstern.
In
einer solchen Zeit, als der Abt sich wieder einmal zermarterte
über den unabwendbaren
Tod seines Ordens, fiel ihm ein, den Rabbi in seiner Eremitage zu
besuchen und
ihn zu fragen, ob er möglicherweise einen Rat wüsste,
wie das Kloster zu retten
sei.
Der
Rabbi hieß den Abt in seiner Hütte willkommen.
Aber
als der Abt den Zweck seines Besuches erklärte, konnte
der Rabbi nur
mitfühlend ausrufen: „Ich weiß, wie das
ist, der Geist hat die Menschen
verlassen. Es ist genauso in meiner Stadt. Fast keiner kommt mehr in
die
Synagoge.”
So
weinten der alte Abt und der alte Rabbi zusammen. Dann lasen sie in
der
Thora und führten in Ruhe tiefe Gespräche.
Die Zeit kam heran, dass der Abt aufbrechen
musste. Sie umarmten sich.
„Es war wunderbar, dass
wir uns nach all den Jahren begegnen
konnten”, sagte
der Abt, „aber ich habe noch immer das nicht erreicht,
dessentwegen ich
hergekommen bin. Gibt es denn gar nichts, das du mir sagen kannst,
keinen
kleinen Rat, der mir helfen würde, meinen sterbenden Orden zu
retten?”
„Nein, es tut mir
leid”, erwiderte der Rabbi,
„ich habe keinen Rat zu geben.
Das einzige, was ich dir
sagen kann, ist, dass der Messias einer von euch ist."
Als der Abt zum Kloster
zurückkehrte, versammelten sich seine
Brüder um ihn und
fragten: „Nun, was sagte der Rabbi?”
„Er konnte nicht
helfen”, antwortete der Abt.
„Wir haben nur geweint
und
zusammen die Thora gelesen. Das einzige, was er sagte, gerade als ich
ihn
verließ, war, dass der Messias einer von uns sei.
Ich weiß nicht, was er
damit
meinte.”
In den Tagen, Wochen, Monaten, die
folgten, bedachten die alten
Mönche die
Worte des Rabbi und fragten sich, ob es irgendeine Bestätigung
für seine Worte
gäbe.
“Der
Messias ist einer von
uns?
Kann er
überhaupt einen von uns Mönchen hier im Kloster
gemeint haben?
Wenn das der Fall
ist, welchen?
Glaubst du, er
meinte den Abt?
Ja, wenn er
irgendeinen meinte, war es vermutlich Vater Abt.
Er ist mehr als
eine Generation lang unser Führer gewesen.
- Andererseits
könnte er Bruder Thomas gemeint haben. Sicherlich ist Bruder
Thomas ein heiliger Mensch. Jedermann weiß, dass Thomas ein
Mann des Lichts
ist.
- Sicherlich
konnte er nicht Bruder Elred meinen! Elred ist zeitweise
schrullenhaft. Aber wenn man es recht bedenkt, auch wenn er ein
Ärgernis für
die Leute ist, hat Elred eigentlich immer recht.
Oft sehr recht.
Kann sein, der Rabbi meinte wirklich Bruder Elred.
- Aber sicher
nicht Bruder Phillip. Phillip ist so passiv, ein rechter Niemand.
Aber dann, beinahe rätselhaft, hat er die Gabe, irgendwie
immer da zu sein,
wenn man ihn braucht. Er erscheint wie durch Zauber an deiner Seite.
Vielleicht
ist Phillip der Messias.
-
Natürlich meinte der Rabbi nicht mich. Er konnte keinesfalls
mich meinen. Ich
bin nur eine gewöhnliche Person. Aber angenommen, er tat es?
Angenommen, ich
bin der Messias?
O Gott, nicht ich.
Ich könnte nicht so viel für Dich bedeuten, nicht
wahr?“
Wie sie in dieser
Art überlegten, begannen die alten Mönche einander
mit
außerordentlichem Respekt zu behandeln, wegen der entfernten
Möglichkeit, dass
einer von ihnen der Messias sein könnte.
Und auf die noch
entferntere Möglichkeit hin, dass jeder der Mönche
selbst der
Messias sein könnte, begannen sie, sich selbst mit
außerordentlichem Respekt zu
behandeln.
Weil der Wald, in
dem das Kloster lag, so schön war, geschah es noch
gelegentlich, dass Leute es besuchten, um auf dem kleinen Rasen zu
picknicken,
die Wege entlang zu wandern, sogar dann und wann in der
baufälligen
Klosterkapelle zu meditieren.
Als sie so taten,
fühlten sie, ohne sich dessen bewusst zu sein, diese Aura von
außerordentlichem Respekt, die nun die fünf alten
Mönche zu umgeben begann, die
von ihnen auszustrahlen und die Atmosphäre des Ortes zu
durchdringen schien.
Es war etwas
seltsam Anziehendes, ja sogar Bezwingendes daran.
Kaum wissend
warum, kamen sie immer häufiger wieder zu dem Kloster, um zu
picknicken, zu spielen, zu beten.
Sie begannen, ihre
Freunde mitzubringen, um ihnen diesen besonderen Ort zu
zeigen.
Und ihre Freunde
brachten deren Freunde mit.
Dann geschah es,
daß einige der Jüngeren, die das Kloster besuchten,
anfingen,
mehr und mehr mit den alten Mönchen zu sprechen.
Nach einiger Zeit
fragte einer, ob er sich ihnen anschließen dürfe.
Dann ein
anderer und noch einer. So wurde das Kloster innerhalb weniger Jahre
wieder ein
aufstrebender Orden und, dank des Geschenkes des Rabbis, ein lebendiges
Zentrum
von Licht und Geistigkeit in der Gegend.